Montagmorgen – die vorletzte Tagesetappe steht an. Von Lechbruck bis Dieteringen klingt nicht so beeindruckend, aber das täuscht. Eine tolle Tour. Und am Ziel des heutigen Tages habe ich sogar schon den ersten Blick auf Schloss Neuschwanstein.

Aber beginnen wir auch heute wieder von vorne. Von meinem Dachzimmerfenster in Lechbruck habe ich eine schönen Blick auf den neuen Tag. Erste Nebel sind inzwischen verflogen und die Sonne setzt sich langsam durch. Gibt auch den Blick auf die Alpen frei.

Nach dem Frühstück geht es um 10 Uhr los. Der Himmel ist schon knallblau.

Beim Gang durchs Dorf sieht man klar, dass ich in Bayern bin.

Allerdings fehlen die Blumenkästen mit den Geranien oder Petunien.

Dafür begleitet mich weiterhin der Lech. Ein treuer Geselle seit vielen Tagen.

Hier, weit weg von größeren Orten, wird es wieder sehr idyllisch.


Und der Weg führt mich eine lange Strecke direkt am Fluss entlang auf schmalem Pfad.



Das folgende Foto könnte auch aus Kanada stammen.


Sorry, ich habe heute noch einmal ein paar mehr Fotos. Es ist einfach so schön hier.

Inzwischen gehe ich wieder über grüne Wiesen. Und mein Blick geht mehr in die Ferne, wendet sich den Bergen zu, die noch halb in den Wolken stecken.

Dann geht es für mich wieder in den Wald. Sehr abwechslungsreich heute. Zum Abschluss noch einmal ein richtiges Highlight für mich.



Und dann wird der Blick wieder frei auf den aufgestauten Lechsee. Einen von vielen hier.


Bevor ich dann noch einmal auf schmalem Pfad, wie in den Alpen, entlang des Lechs wandere. Zu Anfang steht eine Bank an richtiger Stelle und ich mache eine Pause.

Mit tollem Blick.

Da kommen zwei junge Frauen mit Rucksäcken vorbei und sprechen mich auf meinen großen Rucksack an. So kommen wir in ein etwas längeres Gespräch.

Aber dann geht es für uns alle weiter.

Einfach toll, dieser Weg.



Und dann beginnt der Forggensee. Auch er ist ein aufgestauter Lechsee. Er erstreckt sich bis nach Füssen.

Und man kann vom Rad oder auch als Wanderer umsteigen aufs Schiff.


Ich gehe natürlich auch noch die letzten Kilometer zu Fuß.



Und dann komme ich kurz vor meinem heutigen Ziel noch an einer besonderen Stelle der ehemaligen Römerstraße Via Claudia Augusta vorbei.

Hier haben Archäologen einen alten Römerdamm entdeckt, der über den Lech führte. Im Zuge des Staudammbaus in den 50 er Jahren wurde dieser allerdings überflutet.



Dann komme ich an eine Badestelle mit einem Bistro und mache eine kleine Rast …


… bevor ich an meinem Dachzimmer in einer Pension direkt am See ankomme. Hier wäre jetzt Urlaub mit Baden und Rumliegen auf den Liegen angesagt. So machen es jedenfalls die meisten Gäste. Auch ich gönne mir eine ruhige Stunde im Schatten …

… und entdecke ein Schloss auf der anderen Uferseite – und erkenne irgendwann, dass es wirklich Schloss Neuschwanstein ist. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Schön! Dann werde ich morgen auf meinem letzten zehn Kilometer Spaziergang am Ufer entlang die meiste Zeit wohl Blick auf Neuschwanstein haben.



Und auch am Abend, als ich noch in ein Restaurant etwas oberhalb gehe, gibt es den gleichen fantastischen Blick.


Dann geht aber doch der lange schöne vorletzte Tag meiner Reise zu Ende.

Morgen, am Dienstag, kommt noch mein letzter „Spaziergang“ am See entlang und ich bin am Ziel. Okay, warten wir es ab, auch diese letzten Kilometer sollten erst noch gegangen werden. Aber meine Stimmung stellt sich schon auf das Ende meiner Pilgerwanderung ein. Wehmut kommt auf und ich habe auch kein Interesse mehr auf eine neue Kontaktaufnahme mit jemandem. Jetzt ist es gut. Und morgen Abend treffe ich mich ja dann zum Abschluss mit dem Füssen – Bremen Radfahrer Wolfgang aus Füssen, den ich in Rinteln kennengelernt habe und mit dem ich einen gemeinsamen Bekannten in Bremen habe. Ich feue mich auf diesen passenden Abschluss meiner Reise.
Am Mittwoch bleibe ich noch eine zweite Nacht in der selben Unterkunft in Füssen und will mir noch Schloss Neuschwanstein – von außen – anschauen. Aber ich muss schauen, wie das Wetter wird. Für Mittwoch sind Gewitter und Regen angesagt. Aber egal, irgendwie mache ich was draus.
Okay, zum heutigen Abschluss noch die Wanderkarte des Tages.

Was für eine schöne Etappe – und das Blau des Lechs hatte an einigen Stellen nicht nur ‚was von Canada, sondern auch vom Hintersee 😉 . Alles Gute für das letzte Stück Deines wahrlich beeindruckenden Weges!
Hallo Roland, was für schöne Aufnahmen von deiner vorletzten Etappe. Und dein Ziel Füssen mit dem Schloss Neuschwanstein im Blick. Ich freue mich richtig mit dir. 🤗☺️
Ich wünsche dir einen schönen letzten Wandertag. Genieße ihn Roland.
Ich bin gespannt auf deine Bilder, deine Zeilen, die ich morgen früh zum Start in meinen Tag sehen und lesen kann.
Liebe Grüße Kerstin
Hallo Roland, von mir auch nochmal ein wenig Senf zu deiner Wanderung. Also Glückwunsch zu deiner Leistung und viel Glück zur letzten Etappe und der Rückkehr nach Bremen. Übrigens der Lechweg ca 1Woche von Süden nach Füssen ist auch sehr lohnenswert. Hab ich schon mal gemacht und geht auch ohne Gepäck. Und lässt sich erweitern bis ganz über die Alpen. Man muss ja auch noch Pläne haben. Herzliche Grüße von Halbleiter Paddel- Hans
Moin Roland,
du hast nochmal alles gegeben. Was für wunderschöne Bilder.
Danke und alles Gute für das letzte Stück.
Volker und Angela
Hey Roland noch im Mai diesen Jahres haben wir (mit Andrea) die Region mit dem Fahrrad erkundet. Sie ist wirklich schön. Allerdings waren wir mehrheitlich auf der anderen Seite. Am großen Staudamm zur Querung bist du vorbeigegangen. Die Gemeinden und Campingplätze und die Wege sind hier etwas kleiner und weniger befahren.
Aber es ist unmöglich jeden schönen Platz zu besuchen, zu viele Seen mit Strandmöglichkeiten gibt es. Selbst unter dem Schloss Neuschwanstein gibt es einen riesigen Badesee, den die Schloss-Touristen kaum finden. Alle Hinweiszeichen führen zum Schloss nicht zum See.
Ich wünsche Dir die Freude neben der Besichtigung des Schlosses (ein MUSS!) zumindest in den einen oder anderen Wanderweg des Königs einzusteigen, trotz des offensichtlichen Ansturms auf die Wege. Ab 500 m Entfernung vom Schloss bist du wieder allein. Es gibt dann keine Shops oder Biergärten mehr (;-))
Pfiüiti Hartwig (Soll bayrisch sein)
P.S.: Empfehlung: Direkt neben dem Schloss gibt es noch einen Berg, da sind abends die Gleitschirm-/Drachenflieger (Mindestens 20- 30). Von oben noch noch schöner anzuschauen. Es gibt einen Gondelbetrieb