Dienstag Nachmittag – es ist geschafft!

Ich bin von zuhause in Bremen einmal quer durch Deutschland gewandert. Von Bremen bis zum Alpenrand bei Füssen.

In Zahlen: rund 1.300 gewanderte Kilometer. In 105 Tagen – zieht man mal die 6 Tage Seitensprünge ab, bleiben es rund 100 Tage. Davon bin ich an 80 Tagen gewandert. Andere schaffen es damit einmal um die Welt. Ich immerhin einmal durch Deutschland. Dafür aber zu Fuß! Und 80 Wandertage bedeuten einen Durchschnitt von rund 16 Kilometern pro Wandertag.
Aber das sind „nur“ die Zahlen. Viel wichtiger sind die Geschichten, Begegnungen und Erlebnisse, die dahinter stehen.
Und als allererstes möchte ich mich bedanken.
Bei Sonja, die, als ich ihr von meiner Idee erzählte, sofort sagte: „Toll, mach das. Das wird dir gut tun.“ Ohne ihre Unterstützung wäre es im wahrsten Sinne des Wortes „nicht gegangen“.
Bei Friederike, die mir geholfen hat, die Internetseite mit dem Reiseblog überhaupt erst aufzustellen und bei Problemen immer sofort zur Stelle war.
Bei allen, die mich auf meiner Pilgerwanderung digital begleitet haben und mit mir in Kontakt geblieben sind.
Bei allen, die ich auf meiner Reise getroffen habe und mit denen ich in intensiven Gesprächen gewesen und zum Teil auch noch bin.
Und natürlich bei meinen zwei Schutzengeln „da oben“.
Und ohne Gottes Hilfe hätte ich diesen Weg, den ich gegangen bin, nicht gefunden.
Nicht vergessen möchte ich aber auch die vielen TAGE, die zurück gelächelt haben.
DANKE, DANKE, DANKE!
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Ja, und nun bin ich hier in Füssen. Die Sonne strahlt und die Alpen vor mir schauen mich an! Sie rufen mir zu: „Roland, komm, geh weiter. Komm zu uns!“

Und ich antworte ihnen: „Ja, ich komme. Ich komme ein anderes Mal wieder. Zusammen mit Sonja möchte ich noch viele Tage in den Bergen verbringen. Aber heute ist erstmal Schluss für mich. Diese für mich so besondere Reise ist hier zu Ende.“
Ich habe es ja auch schon mal geschrieben, Vieles ist eine Sache der Einstellung. Und mein Körper und meine Seele haben sich eingestellt auf genau diese Tour. Und das haben beide wunderbar hinbekommen. Dann ist es auch gut.
Außerdem habe ich jetzt dreieinhalb Monate losgelöst von vielem durch Deutschland ziehen können. Aber das Leben zuhause, in der Familie, im Freundeskreis und überall drumherum ging weiter. Es wird Zeit, dass ich mich wieder einklinke.
Mein Reiseblog über meine Pilgerwanderung endet hier und heute. Vielleicht schreibe ich morgen noch einen kleinen Zusatz-Blog über eine kleine Wanderung um Schloss Neuschwanstein herum, aber das hängt auch vom Wetter und meiner Stimmung ab.
Danke an alle, die mich begleitet haben!
Euer Roland
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Ein bisschen was vom heutigen Tag gibt´s natürlich noch. Und es sind auch noch mal ein paar mehr Bilder. Sorry.
Und wie immer starte ich am morgen, diesmal also in Dieteringen direkt am Forggensee.
Morgens um kurz vor 8 Uhr. Eine einsame Schwimmerin ist im Wasser. Ansonsten bin ich allein am Ufer. Mit der Stille, der aufgehenden Sonne und dem Dunst über den Bergen.


Ich gehe erst noch frühstücken.
Dann um viertel vor zehn Uhr breche ich auf. Noch mal ein Blick aufs Wasser, auf die Boote.

Schloss Neuschwanstein schläft noch.

Ich gehe los. Zu meiner letzten Tageswanderung. Ca. zehn Kilometer, hauptsächlich am Ufer entlang bis nach Füssen.








Die ersten Schiffe sind auch schon wieder unterwegs.

Und die Strandurlauber suchen sich ihr schönstes Plätzchen.


Füssen kommt näher.

Und dann entdecke ich ein ungewöhnliches Reptil am Forggensee.

Ein kleines Krokodil. Ungewöhnlich hier.


Eine gemütliche bayerische Gaststätte direkt am Wasser. Schade, für mich noch zu früh und ich will doch auch weiter.


Jetzt ist leider der schönere Teil der Wanderung vorbei. Ich komme zu den Ausläufern der Stadt und als erstes dem Festspielhaus.


Dann wird es immer voller mit Touristen. Ich merke, das ist zurzeit nicht so meins. Ich bin zwar auch kein Einheimischer, aber zu den Urlaubern zähle ich mich auch nicht.

Ich wandere an der Promenade des Lechs entlang und umgehe praktisch die Altstadt in einem Bogen.



An der Lechbrücke gehe ich dann aber doch hoch und hinein ins Zentrum. Vorbei am Kloster …


… in die Gassen der Altstadt.



Und dann brauche ich noch ein „Beweisfoto“ von mir. Live und voll verschwitzt mit Hut und Wanderstöcken.


Das ist mein passendes „Geschafft-Bier“: ein König Ludwig Weizenbier.



So, genug der Fotos mit mir.
Ich habe mir gedacht, solche Fotos „muss“ ich ja machen. Aber eigentlich ist mir gar nicht danach. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass es heute das Ziel einer großen Wanderung durch Deutschland ist. Irgendwie bin ich heute gut zehn Kilometer gewandert und in Füssen angekommen. Punkt. Ende. Nicht mehr und nicht weniger. Mir geht es so, wie den Sportlern, die bei irgendwelchen Wettkämpfen gewonnen haben und den Reportern direkt danach sagen sollen, wie sie sich fühlen. Oft hört man dann ja, dass sie es noch gar nicht richtig begreifen können und wohl noch ein paar Tage dafür brauchen. So ähnlich geht es mir heute auch.
Ich weiß, ich habe etwas für mich persönlich großes geschafft. Und ich fühle auch, dass es mir sehr gut ergangen ist und ich heute positiver ins Leben schaue, als wie noch vor dem Aufbruch zu meiner Pilgerwanderung. Ich bin dann nicht einfach nur mal weg gewesen, ich hatte für mich eine Aufgabe, auch wenn ich es zu Anfang gar nicht so genau wusste, und die habe ich mehr als erfüllt.
Darüber hinaus konnte ich dem ein oder anderen durch meinen Reiseblog oder auch durch persönliche Gespräche Gedankenanstöße und Anregungen geben. Solche Rückmeldungen erfreuen mich natürlich und haben auch dazu beigetragen, dass ich nicht nachgelassen habe und immer weiter gegangen bin.
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Heute gehe ich dann nach meinem kleinen Zwischenstopp in der Altstadt weiter Richtung Gästehaus St. Ulrich am Rande der Altstadt, etwas ruhiger am Lech gelegen.




Und um 18 Uhr kommt Wolfgang, der Rennradfahrer aus Füssen, den ich in Rinteln auf seiner Tour nach Bremen getroffen habe, und holt mich ab. Er wohnt nur ein paar Häuser weiter und wir fahren mit zwei E Bikes von ihm zu einer urigen Almhütte, der Reith-Alpe, in der Nähe der Tegelberg-Seilbahn. Das Wetter ist ja fantastisch. Und die Umgebung genauso. So bekomme ich heute Abend noch einen tollen Eindruck von Schloss Neuschwanstein. Morgen soll es ja Gewitter und Regen geben. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, mit der Seilbahn auf den Tegelberg hochzufahren, dort oben eine Panoramarundwanderung zu machen und anschließend abzusteigen, letztendlich bis zur Marienbrücke, wo sie alle stehen, um die schönsten Fotos vom Schloss zu machen. Das wäre eine schöne Tour morgen, aber schau´n wir mal. Eine Führung im Schloss ist nicht möglich, da muss man mindestens drei Wochen vorher buchen, und das war mir nicht möglich. Aber ich bin da auch nicht böse drum. Dann komme ich mit Sonja nochmal her.


Das ist die Almhütte, urig gemütlich, viele Einheimische, und mit grandiosem Blick.


Und das ist Wolfgang.


Meine Brotzeit …

… und ein letzter Blick aufs Schloss …

… und ein allerletzter kurz vor dem Dunkelwerden.

Die letzte Wanderkarte … und das war´s!

H A M M E R – G L Ü C K W U N S C H ! ! !
Herzlichen Glückwunsch Roland🤗
Lieben Dank das ich dich auf deiner persönlichen Pilgerwanderung durch diesen Blog begleiten durfte. Jeden Tag zu lesen, wo du warst, deine Gedanken, deine Erfahrungen….
Danke Roland
Ich wünsche dir von Herzen ein gutes Ankommen wieder in Bremen.
Und heute hoffentlich bei gutem Wetter noch Schloss Neuschwanstein.☀️🏰
Liebe Grüße Kerstin
Liebe Roland, Du hast ein großes Stück Weg hinter Dich gebracht und so wie es klingt, hast du Erfahrungen gemacht, die dich für ein weiteres Leben stärken werden. Das freut mich sehr für Dich!
Danke, dass du uns hast teilhaben lassen, ich habe es als ein besonderes Geschenk empfunden.
Gutes wieder Ankommen im Alltag! Andrea
Herzlichen Glückwunsch, lieber Roland.
Tolle Leistung, wunderschöner Block mit interessanten Geschichten begleitet mit passenden Bildern.
Hat mir sehr viel Spaß bereitet, dich auf deiner Reise zu begleiten.
Wünsche dir und auch Sonja alles Liebe und Gute Birgit
Mann Roland! Geschafft! Klasse!
Ein bisschen Wehmut schwingt mit, wenn wir daran denken, dass es jetzt nach dem Frühstück keinen aktuellen Reisebericht mehr gibt.
Immer wieder haben wir gemeinsam am Computer gesessen und neugierig deine wunderbaren Wanderfotos bewundert. „Da sollten wir auch mal hin“, haben wir oft gesagt. Und deine Texte haben uns oft berührt und zum Weiterdenken angeregt.
Gut, dass deine Gedanken und Geschichten uns zum Nachlesen auf dieser Seite erhalten bleiben.
Wir sind schon gespannt auf unsere nächste persönliche Begegnung und darauf wie so ein „Weitwanderer“ in Wirklichkeit aussieht.
Liebe Grüße aus dem schönen Fischerhude
Angela und Volker
Lieber Roland, cool, du hast es geschafft. Dein Traum ist in Erfüllung gegangen.
Ich wünsche dir jetzt noch eine gute Zeit der Nachlese, damit du die vielen Ereignisse auch irgendwann „begreifen“ und fühlen kannst.
Bis bald zuhause
Liebe Grüße von Michael🍀🍀
Lieber Roland,
Respekt für diese Leistung! Ich finde es großartig, wie diszipliniert du deinen Weg gegangen bist und dann auch jeden Tag einen Blogartikel verfasst hast. Toll! Ich hoffe sehr, dass es noch mindestens eine Nachlese von dir gibt. Mich würde besonders die Antwort auf folgende Frage interessieren: was hat sich bei dir persönlich verändert, in Bezug auf dein Leben, deine Gedanken, deine Zukunft.
Liebe Grüße, Birgit
Hallo Roland, nun hast du es geschafft und unseren Respekt verdient. Dein Mut zu so einer Wandertour ist lobenswert. Jeden Tag haben wir mit Spannung auf deine Berichte gewartet und verfolgt. Wir freuen uns auf unser Wiedersehen im Oktober. Bleib gesund und liebe Grŭße von Renate und Hennrik!
Lieber Roland, ich schließe mich den genannten Kommentaren voll an: Riesenrespekt vor deiner Leistung, den wunderbaren Beschreibungen und Fotos deiner Wanderschaft.
Ich habe jeden Tag deine Reise in Gedanken begleitet, bin fast ein wenig traurig, dass sie jetzt doch zu Ende geht.
Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit dir und Sonja , liebe Grüße Poppy
Heute nochmal: „Pfüat di“, dann wieder „Moin“ für den Heimweg, lieber Roland! Und ganz großen Dank für die Teilhabe an Deinen Schritten, Bildern, Visionen und an Gesprächen mit Mitmenschen und Dir selbst. Wir sind sicher, dass Du unerwartet viel Neues erlebt und geschenkt bekommen hast, dafür auch Spuren gesetzt hast bei vielen Begegnungen und nicht zuletzt bei uns ’stillen‘ Begleitern.
Unterwegs klangen ja mal Unsicherheiten an über das Ziel, über eine Fortsetzung des Weges, sogar eine Einladung nach Südtirol klang verlockend. Ich hätte Dir beinahe vorgeschlagen, da Du nun so gut vorangekommen und so ’nahe dran‘ bist, jetzt noch bis zum Südpol von Deutschland vorzudringen… aber das ist oder wird eine andere Geschichte!
Danke nochmals und herzliche Grüße von Renate und Manfred.
Lieber Roland,
herzlichen Glückwunsch und DANKE.
Mögen die Erfahrungen deiner Reise dich weiterhin begleiten und die Erinnerungen dir immer wieder Freude bereiten.
Lieben Gruß
Birgit
Herzlichen Glückwunsch Roland zu Deiner gelungenen (Lebens-) reise. Wir fühlen uns sehr beschenkt von Dir, „mitreisen“ zu dürfen.
Die Tage mögen Dich weiter anlächeln. Gutes Übergleiten. Take care. Bernadette und Wolfgang
Lieber Roland,
es war großartig, die Wanderung durch deinen Blog mitzuerleben. Danke! Danke auch für deine immer wieder interessanten Erkenntnisse über das Leben an sich.
Alles Gute für das Wiederankommen im Alltag und herzliche Grüße
Susanne
Lieber Roland ,auch von mir herzlichen Glückwunsch. Conny
Lieber Roland,
herzlichen Glükwunsch auch von uns.
Wir hoffen das wir uns so bald wie möglich sehen und du uns Details von deiner Wanderung erzählen wirst.
Ganz liebe Grüße, Vlasta und Marijan