Zu Fuß durch Deutschland – Tag 103, Sonntag, 17. August 2025 – erst Stille, dann Trubel auf dem Weg nach Lechbruck

Sonntagmorgen – auf zur drittletzten Wanderung! Von Bruggen nach Lechbruck. Dort erwartet mich eine kleine Pension „Zum Hirsch“.

Das Wetter „macht eher auf Abschied“ und der Himmel ist ziemlich bedeckt.

Als ich den Ort hinter mir gelassen habe und der Weg sich so durch die Wiesen zieht, wird es still. Total still. Ist schon erstaunlich, wie es mir immer auffällt, wenn es (selten) vorkommt. Ich bleibe stehen und lausche der Stille. Drehe mich um meine Achse. Von nirgendwo her kommt ein Ton oder Geräusch. Faszinierend.

Hier rauscht ein kleiner Bach. Aber dieses Geräusch liebe ich.

Und hier? Eine Bank. Eine Bank, die keine mehr ist. Eine Bank ist zum Draufsitzen und wenn es gut kommt, um einen schönen Blick zu haben. Auf diese Bank setzt sich niemand mehr.

Ein einsamer Hof mit einem urigen Hofcafé. Leider bin ich erst am Anfang meiner heutigen Tour und außerdem hat es nicht geöffnet. Aber nett gemacht.

Und diese bayerische Sprache! Regt zum Schmunzeln an.

Diese Kühe schauen mich an, als fragen sie mich: „Bist du immer noch hier?“

Der Lech, flussabwärts nach einer Staustufe.

Hier unterhalte ich mich eine Zeitlang mit einem Radwanderer, der den Lech von Donauwörth bis nach Füssen fährt, aber heute Abend dann schon wieder nach Hause muss.

Nach der Stille kommt jetzt der lautere Abschnitt meiner heutigen Tour. Ein großer Campingplatz. Mein Weg führt geradeaus durch. Zu Anfang diese zwei Wohnmobile nebeneinander. Das kleine, was gar nicht so klein ist mit seinem Alkoven, und direkt daneben so ein unverschämter Riese, wahrscheinlich auch nur für zwei Leute. Wenn die Insassen aus dem kleinen morgens aussteigen, um auf die Alpen zu schauen, sehen sie nur eine große Seitenwand neben sich. Da hilft nur eins: Strom- und Wasserversorgung kappen … aber das merkt der ja auch erst nach zwei, drei Tagen …

Der aufgestaute Lechsee beherbergt viele Wasservögel …

… und dahinten taucht auch schon Lechbruck auf, mein Tagesziel.

Vorher komme ich am schönen Lechuferweg …

… aber noch zu einer Gaststätte, bei der ein Touristenfloß ablegt. Als es anfangs noch am Steg lag, dachte ich, an einen der leeren Tische könnte ich mich setzen. Als ich dann nach einem Schnack mit der Bedienung am Bestelltresen zurück kam, hatte es aber schon abgelegt.

Ja, die Flößerei hat Tradition hier.

Dann fahre ich eben nicht mit und gehe zu meiner Pension. Ich habe das Dachzimmer oben links.

Und im Gastraum finde ich noch einen passenden Spruch.

Zum Schluss die Wanderkarte von heute.

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