Alpenüberquerung Tag 03, Donnerstag, 10. August 2023 – erste Wanderetappe

Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschieden wir uns im Hotel und bekommen als Geschenk jeder eine Flasche 0,5 Liter Bier geschenkt. Tja, für manch andere sicher eine nette Idee, für uns wäre es zur Begrüßung am ersten Tag auch noch passend gewesen, aber was sollen wir jetzt, morgens um 9 Uhr, mit zwei Flaschen Bier anfangen? Trinken auf keinen Fall und noch ein weiteres knappes Kilo tragen wollen wir auch nicht. Und so lassen wir es dankend stehen.

Wir verlassen Schönau am Königssee und machen uns auf den Weg Richtung Hintersee. Unser erster Wandertag soll am Gasthof Beslhof enden. Der Wetterbericht klingt vielversprechend und dreieinhalb Stunden Gehzeit bei 16 km passen ganz gut für den Anfang. Der Rucksack ist schließlich immer noch ganz schön schwer.

Das erste Highlight ist heute die Wimbachklamm. Ungefähr auf halber Strecke heißt es dazu anstehen an einer langen Schlange vor dem Kassenautomaten. Ein Kassenhäuschen gibt es nicht mehr. Dafür kämpfen vor uns einige Leute mit der Technik, können dafür aber mit Girocard bezahlen. Die „Romantik“ bleibt dafür auf der Strecke.

Die Klamm selbst ist ganz nett, ein blauer Himmel und Sonnenstrahlen fehlen aber doch im dusteren engen Tal. Und unsere großen Rucksäcke sind auf den schmalen Steigen natürlich auch nicht gerade förderlich fürs Weiterkommen.

Am Ende der Klamm angekommen gehen wir auf dem parallelen Wanderweg durch den Wald zurück zum Eingang und weiter entlang der Ramsauer Ache, die einen Abfluss des Hintersees darstellt, bis zum kleinen Ort Ramsau, den schon fast jeder einmal auf einem Foto gesehen hat. Denn das kleine Kirchlein dort bildet bei Sonnenschein und blauem Himmel mit der rauschenden Ache im Vordergrund und den hohen Bergen im Hintergrund einfach ein zu schönes Fotomotiv. Bei uns sieht es nicht ganz so beeindruckend aus, aber auch so posieren einzelne Damen ihren Partnern auf der kleinen Brücke.

Wir kommen nun kurz vor unserem Etappenziel durch den Zauberwald. Hier wird es wildromantisch, was insbesondere an der Ramsauer Ache liegt, die sich ihr Flussbett durch den Wald sucht.

Sonja probiert dann auch den Wunschthron des Zauberwalds aus, verrät aber ihre Gedanken nicht. Vielleicht hat es ja etwas mit unserer Alpentour zu tun …

Angekommen am Beslhof kommt dann nun doch auch endlich ein Stück blauer Himmel hervor und wir lüften unsere Wanderutensilien auf dem Balkon.

Jetzt freuen wir uns auf das Abendessen. Unser „Schmutzbier“ direkt nach Ankunft am Etappenziel haben wir ja schon hinter uns. Aber das Drei Gänge Menü steht noch bevor. Sonja hat ihre geliebten Speckknödel gewählt und ich die berühmte Forelle aus einem der Seen des Berchtesgadener Landes.

Den Abend lassen wir ausklingen auf unserem Balkon mit Blick auf die hinter den Bergen untergehende Sonne.

Und das ist das Wanderprofil unseres ersten Wandertages:

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