Alpenüberquerung Tag 23, Mittwoch, 30. August 2023 – hoch zur Starkenfeldhütte

Nach dem langen Wandertag gestern mit den vielen Höhenmetern steht uns heute wieder eine lange Etappe mit 1.200 Höhenmeter den Berg rauf bevor. Tja, das haben wir uns ja so ausgesucht …

Zum Glück konnten wir uns gestern Abend in der Sauna gut entspannen und mit einem leckeren Abendessen verwöhnen. Das sollte doch eine gute Grundlage für heute sein. Außerdem freue mich auf die nächsten drei Berghütten und die Wanderungen oberhalb von 2.000 m.

Aber erstmal müssen wir durchs Tal und dann immer weiter hoch.

Die Bergstöcke brauchen wir hier noch nicht, wir tragen sie lieber in der Hand.

Der nächste kleine Ort wird durchquert …

… vorbei an einfachen Höfen, wo man wenig Gedanken ans Wandern verschwendet. Der Hof fordert einen jeden Tag, die Kühe machen ja auch keinen Urlaub und wollen jeden Tag gemolken werden. Und auch sonst gibt´s immer was zu tun.

Wie gut es uns doch geht …

Wir können in Ruhe auf kleinen Pfaden durch den Wald streifen, entlang eines plätschernden Baches …

… vorbei an blühenden Blumen …

… und historischen Staumauern.

Dann kommt auf einem alten Römerweg auch nochmal ein kleines Schlösschen, die Ehrenburg, ins Blickfeld.

Aber hauptsächlich geht es Schritt für Schritt voran, von jetzt an auch immer bergauf.

Dies ist zwar kein Schlösschen, aber doch auch sehr imposant. So ein großer Heuschober, verziert mit alten Landwirtschaftsgeräten begegnet uns hier oft.

Inzwischen ist es schon 14 Uhr. Zeit für eine Rast und das belegte Brötchen. Dieser etwas verlassen wirkende Hof mit der Bank davor bietet sich an.

Und dann begegnet uns im Wald doch noch jemand. Gehört haben wir sie schon von weitem. Die zwei Forstarbeiter tanzen das „Abholzungsballett“ mit ihren Baggern. Es ist zwar etwas robust, aber gleichzeitig wirkt es sehr grazil, wenn der Bagger mit seinem speziellen Greiferkopf den Holzstamm in Sekunden durchzieht und alle Äste entfernt.

Wir hätten allerdings auch gerne darauf verzichtet. Es ist furchtbar laut und die Ketten der Bagger ziehen große Schneisen durch den Wald. Schön ist´s schon gar nicht und bis neue Bäume wieder hoch gewachsen sind, dauert´s auch noch eine Weile.

Und dann erreichen wir endlich nach knapp fünf Stunden reiner Gehzeit die Starkenfeldhütte auf 2.000 m Höhe. Die alte Berghütte ist vor ein paar Jahren abgerissen worden und durch eine neue ersetzt. So richtig romantisch sieht sie nicht aus.

Aber die Kühe gibt´s immer noch und der alte Stall ist auch erhalten geblieben.

Und der abendliche Blick in die Berge ist auch beeindruckend.

Zum Abendessen gibt´s ein leckeres Menü und als Absacker zum Verdauen einen besonderen Brand. Leider war das die letzte Flasche, sonst hätte ich dem Wirt eine abgekauft. Auf jeden Fall fallen wir wieder ins Bett und können gut schlafen.

Die Wanderdaten dieser langen Tagesetappe:

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