In Hahei Beach und dem Hot Water Beach waren wir zuletzt. Nun bleiben wir zwar noch auf der schönen Coromandel Halbinsel, fahren aber für einen Tag ein kleines Stück weiter nach Whitianga und danach für drei Tage nach Coromandel Town.

Das Wetter ist inzwischen sehr unbeständig geworden. Sonne, Wolken und auch Regen sowie stärkerer Wind wechseln sich ab. Und auf eine Wettervorhersage kann man sich gar nicht mehr verlassen. Nach unseren „Urlaubstagen“ am Meer steht jetzt „rustikales“ Camperleben an. Mal können wir noch frei draußen sitzen und frühstücken oder zu Abend essen, mal nur unter dem Regenschutz der Markise und mal bleiben wir im Camper drin. Aber alles ok, Spaß macht es immer noch und es ist einfach etwas ganz anderes als in einem Haus bzw. Hotel zu übernachten oder zu wohnen.
Im kleinen und schönen Küstenort Whitianga stehen wir auf einem kleinen Campingplatz in einer Wohngegend nahe dem Hafen. Als wir aussteigen, kommt zufällig ein Mann mit einem Eimer voller Früchte vorbei. Wir begrüßen uns freundlich und er schenkt Sonja gleich eine ganze Schüssel voll von Feijoyas, einer grünen Frucht, die ein bisschen wie Kiwi schmeckt. Nett!

Dann machen wir erstmal einen Bummel entlang der Cafés und Restaurants an der Ufermeile und schauen auf die große Bucht und die kleine Fußgängerfähre. Mit der setzen wir anschließend zu einer kleinen Wanderung auf der anderen Seite über.







Der Weg ist allerdings schon länger nicht mehr begangen worden und durch Regen in der letzten Zeit rutschig. Damit haben wir nicht unbedingt gerechnet, so haben wir nur die Tewa Wandersandalen an. Aber es geht. Oben an einem Lookout angekommen stehen zwei Familien, zum Teil mit Flip Flops. Sie sind von der anderen Seite über eine Straße gegangen. Als sie uns sehen und wir ihnen bestätigen können, dass unser Weg auch zurück zur Fähre führen würde, wollen sie es wagen. Da nutzen unsere Mahnungen wegen des unpassenden Schuhwerkes auch nichts.
Wir haben sie nie wieder gesehen …



Mit der Fähre geht es dann wieder hinüber zum Ort und wir essen heute Abend mal vegetarisch: Spaghetti Arrabiata, draußen im Freien.
Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren weiter nach Coromandel Town. Dieser Ort klang im Reiseführer ganz nett, mit kleinen Cafés und Läden. Und der Campingplatz direkt an einer Bucht sah auf den Fotos auch ganz schön aus. Das ist er auch, allerdings durch die Ostertage, wir kommen Karsamstag an, voll ausgebucht und entsprechend rummelig. Na ja.


Und hier essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag, eine türkisch-griechische Vorspeisenplatte!


In Neuseeland gibt es viele schöne Graffitis, auch hier wieder:

Auf dem Campingplatz machen wir es uns dann gemütlich: lesen, schreiben und dem bunten Treiben zuschauen.
Und da in der Bucht am Nachmittag Ebbe ist, gehen später noch weit hinaus. Erinnert ein bisschen an die Nordsee …


Am Abend gibt es sogar einen schönen Sonnenuntergang. Damit haben wir ja gar nicht gerechnet:


Und für die Kinder ein Kinoprogramm vom Campingplatz am Strand:

Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der Kleinbahnfahrt. Darüber habe ich im letzten Blog ja schon separat geschrieben.
Und heute zum Abschluss unseres Coromandel-Ausfluges planen wir ein bisschen voraus. Übermorgen müssen wir unseren Campervan abgeben, dann bleiben wir noch zwei Tage in Auckland in einem Bed and Breakfast und am Freitag, dem 10. April fliegen wir am Abend wieder zurück. Allerdings nicht über Singapur und auch nicht direkt, sondern über San Francisco und mit einem sechstägigen Zwischenstopp. Dafür ist auch noch ein bisschen was zu überlegen und vorzubereiten.
Sonja macht auch noch eine kleine Wanderung und anschließend fahren wir hier noch weiter in die nördliche Spitze der Halbinsel, bis die asphaltierte Straße in Colville endet. Dort gibt es einen General Store und ein kleines Café.


Von dort aus blickt man wieder einmal in die Berge vom Ende der Welt auf der anderen Seite der Erdkugel.

Und eine letzte Bucht gibt es auch noch:



Zurück nun Richtung unseres Campingplatzes. Der ist am heutigen Ostermontag fast leer geworden. Aber der Sturm hat zugenommen. Kein Draußen-Sitzen mehr. Wir machen es uns drinnen gemütlich und irgendwann ist es Zeit für die letzten Spaghetti und Salat. „Alles muss raus“, wie beim Marktschreier. Steak ist schon aus. Unsere Vorräte können wir nicht auf den Rückflug mitnehmen. Aber unsere Erlebnisse und Geschichten schon.
Und so nehme ich noch einen Schluck vom neuseeländischen Whisky und einen Keks, bevor das gemütliche kuschelige Campervan Bett mit Sonja ruft …