Zu Fuß durch Deutschland – Tag 100, Donnerstag, 14. August 2025 – Schongau, ein schöner Ort in Sichtweite der Alpen

Donnerstag – Tag 100 meiner Tour! Und es ist fast geschafft. Die Alpen rücken in Sichtweite. Am Dienstag werde ich wohl in Füssen ankommen und Deutschland von Bremen bis zum Alpenrand durchquert haben. So langsam wird es auch für mich selbst greifbarer. Und doch plane ich bis heute nur die nächsten Tage im voraus. Zurzeit ist es auch wieder schwierig, passende Unterkünfte zu finden. Heute hätte ich zum Beispiel in Kinsau am Ende der Tagesetappe übernachten wollen. Aber da gibt es kein Zimmer für mich. Also muss ich von dort nach Schongau weiter per Anhalter (ein Bus fährt auch nur sporadisch). Und morgen geht es dann wieder zurück nach Kinsau, um die noch fehlende Etappe zu wandern. Allerdings fährt morgen wegen des Feiertages gar kein Bus und per Anhalter ist es etwas ungünstig gelegen. So schiebe ich es vielleicht auf Samstag, da würde dann wohl ein Bus fahren, der Fahrplan ist aber nicht ganz eindeutig. Muss ich morgen früh noch zu Ende recherchieren. Alternativ gehe ich sonst morgen zum nächsten Etappenziel Burggen. Da gibt es ja auch kein Zimmer, so dass ich von da dann auch wieder per Anhalter zurück müsste.

Und im Moment fehlen mir noch die Übernachtungen in Lechbruck und Roßhaupten. In Füssen habe ich noch nicht geschaut, aber da müsste es bestimmt etwas geben.

Na ja, irgendwie habe ich bislang ja immer eine Lösung gefunden. Es ist aber manchmal sehr zäh. Und jetzt zum Schluss auch wieder.

Zurück zu meiner heutigen Tour von Mundraching nach Kinsau.

Mit dem Taxibus bin ich bis zu meiner Lieblingshaltestelle in Mundraching gefahren und habe da erst mal Pause gemacht, bevor ich losgehe.

Da es heute wieder über 30 Grad heiß werden soll, bin ich früh unterwegs. Der Weg ist, wie man sehen kann, sogar noch im morgendlichen Schatten.

Um 10:30 Uhr überquere ich diese Wiese dann schon in sommerlich warmen Temperaturen.

Aber auch heute gibt es immer wieder deutlich angenehmere Etappenabschnitte im Wald.

Und immer mal wieder gibt es einen freien Blick auf den Lech.

In einem kleinen Ort gibt es auch ein Römermuseum. Dieser Herr macht Werbung dafür. Ich lasse ihn allerdings links liegen.

Es ist inzwischen 13 Uhr durch und in der vollen Mittagssonne ist es doch schon ziemlich heftig.

Ein alter Seitenarm des Lech taucht auf und bringt etwas Abwechslung.

Und dann habe ich Kinsau, mein heutiges Etappenziel erreicht. Auf den Bus nach Schongau müsste ich über zwei Stunden warten. So versuche ich es per Anhalter und werde nach fünf Minuten auch mitgenommen.

Durch dieses Tor gehe ich in die Altstadt von Schongau. Diese kann zwar nicht ganz mit der von Landsberg mithalten, ist aber auch recht schön.

Hier geht´s zu einem Biergarten außerhalb der Stadtmauer.

Und das ist die Hauptgasse zum zentralen Marktplatz.

In diesem alten Hotel habe ich ein Zimmer für drei Nächte, um die fehlenden Übernachtungen davor und danach auszugleichen.

Am Abend bekommt der Himmel eine Farbe, als ob es heute Nacht noch regnen will.

Ich nehme draußen in dem Restaurant aber Platz, auch weil dort ein Gesangsduo alte Folk- und Rocklieder spielt.

Ja, und so geht dieser Jubiläumstag 100 relativ unspektakulär zu Ende. Macht aber nix. Hat für mich keine große Bedeutung. Ich möchte jetzt die noch fehlenden fünf Tagesetappen unter „Dach und Fach“ bekommen und in Füssen gut ankommen.

Dort werde ich dann wohl zwei Nächte bleiben, um auch Schloss Neuschwanstein anzuschauen und Wolfgang zu treffen. Und für danach schaue ich dann noch.

Zum Schluss noch die Wanderkarte von heute und einen schönen Spruch, der in meinem heutigen Zimmer hängt: „Wohin du auch gehst, geh mit deinem Herzen.“

2 Kommentare zu „Zu Fuß durch Deutschland – Tag 100, Donnerstag, 14. August 2025 – Schongau, ein schöner Ort in Sichtweite der Alpen“

  1. Hallo Roland, herzlichen Glückwunsch zu deinem 100ten Tag auf deiner Wanderung 🎂🥾🥾Und ehrlich gesagt, was für eine Leistung, das du bei den Temperaturen unterwegs bist. Hut ab. Ich bin froh, wenn ich Feierabend habe, und dann nichts mehr tun muss. Mit den Kids sind wir in der Kita am 11.30 Uhr aus dem Garten, obwohl wir auch viel Schatten durch unsere Bäume haben.

    Schade das sich deine letzten Tage der Wanderung schleppend planen lassen in Punkto deiner Übernachtungsmöglichkeiten. Aber Roland es wird sich alles fügen und du wirst eine Lösung finden 🙃.
    Der Spruch aus deinem Zimmer finde ich passend. Für dich und wenn ich so darüber nachdenke passt es auf viele Situationen , Tage bei mir selber.
    Nun einen schönen Tag und passe auf den letzten Kilometer noch gut auf dich auf Roland.
    Liebe Grüße Kerstin

  2. Moin Roland, nun sollte ich aber auch deutlich melden, dass ich Dich an Deinem 100. Wandertag in Gedaken begleitet habe. In realer Gesellschaft hätten wir nebeneinander gehend wohl sehr heiter und doch ernst über die Bedeutung von Weg und Ziel geplaudert – vorausgesetzt, ich hätte Dein Tempo mithalten können; das liegt ja immer noch bei 4,6 bis 5 km/h! Hinzu kommt wieder (m)ein Déja-vu: 1987 sind Renate und ich mit einigen Köln-Bonner Wanderfreunden über ein 4-Tage-Wochenende den Lech-Höhenweg gewandert – von Landsberg/Lech bis Füssen. Übernachtet haben wir in Schongau, Prem und Füssen. Übrigens haben wir von Waltenhofen am Forggensee ein Schiff rüber nach Füssen benutzt. Am letzten Tag (Sonntag) fuhren wir mit der Bahn auf den Tegelberg, um etwas „alpin“ über den Ahornboden abzusteigen (Neuschwanstein allenfalls mit einem spöttischen Seitenblick gestreift…). Waren wir einfach jung und unbekümmert oder war früher alles besser? Schade, das Du heute mit Engpässen bei Quartier und ÖNV konfrontiert wirst. Da helfen dann Handy, Internet und Navy auch nur begrenzt. Aber Trampen als eine archaische Reiseart (Apg. 8,26ff) scheint immer noch zu glücken, gut für Pilgernde! Nun schau voraus zu den Bergen (- von welchen Dir Hilfe kommt), und sei herzlich gegrüßt von Manfred.
    P.S. Aktuell schauen auf den 100. Tag noch: .) unsere Bundesregierung und .) Papst Leo XIV.

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