„Die Reise geht weiter“ steht wie immer zu Anfang eines jeden Beitrages auf meinem Blog. Wer sich jetzt fragt, ob ich mich wieder auf den Weg gemacht habe: Nicht direkt, aber: jeder neue Tag ist ja ein neuer auf meiner Reise durch mein Leben.
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Dieses Jahr geht zu Ende.
Es war ein besonderes Jahr für mich, durch meine Reise im Sommer, meine Wanderung quer durch Deutschland und zu mir.
Was diese Tage mir gegeben haben und jeder Schritt – wie viele es wohl gewesen sind? – jeder Blick in den Himmel, auf die Wolken, mit denen ich manchmal gespielt habe, um die Wette gegen den Regen gegangen bin – und jedes Gespräch mit den Menschen, denen ich begegnet bin sowie auch manches schriftliche Zwiegespräch mit jemandem von euch, die mich online begleitet haben – das alles ist ein so großer Schatz in mir.
Diese hundert Tage haben mir so viel Zuversicht, Vertrauen und Kraft gegeben – und dazu habt ihr mit beigetragen. Deswegen möchte ich mich noch einmal dafür bedanken und wünsche allen, dass es euch jetzt oder schon bald auch so gut gehen möge wie mir.
Die Tage vor Weihnachten werden ja sehr unterschiedlich wahrgenommen. Viele empfinden sie als eine stressige Zeit und fühlen sich gehetzt. Auch ich wünschte mir schon seit vielen Jahren, endlich einmal eine ruhige Adventszeit zu erleben – nie habe ich es geschafft. In diesem Jahr ist natürlich auch wieder viel los, aber ich spüre zum ersten Mal in mir diese tiefe Ruhe, die mir als Fundament für alles dient. Und das kommt nicht rein zufällig dieses Jahr, es ist die gelebte Erfahrung meiner Wanderung.
„Es wird sich schon fügen!“ Dieser Satz bedeutete zu Anfang nur die Hoffnung auf das, was kommt, wurde aber von Tag zu Tag mit immer mehr Zuversicht auf ein gutes Gelingen untersetzt – manchmal kam es mir schon unheimlich vor, wie positiv sich etwas entwickelte – und wurde für mich schon bald zu einem Leitsatz.
Und noch ein Spruch, zum ersten Mal auf der Kaffeetasse bei Norbert gelesen, zeigte mir meinen Weg:

So konnte ich jeden Morgen aufbrechen und losgehen – mit einem guten Gefühl! Kein Ast des großen Baumes, unter dem ich stand, als er brach und auf mich zu fallen drohte, konnte mich treffen, meine Schutzengel und ich waren wach und ich sprang schnell genug weg. Kein hoffnungslos endender Weg im düsteren dichten Wald konnte mich entmutigen, ich ging einfach irgendwie weiter und kam irgendwann wieder auf den richtigen Weg. Viele solcher Ereignisse erlebte ich und ich drehte sie immer ins Positive.
Und ich werde auch nie vergessen, wie ich am Ende einer heißen Tagestour von einer Bank unter einem großen schattenspendenden Baum neben einem sprudelnden Brunnen träumte und genau dieses Ensemble eine Stunde später vorfand. So etwas zu lesen ist das eine, so etwas immer wieder zu erleben ist etwas ganz Besonderes.
Von den vielen bewegenden Begegnungen und Gesprächen, auch in schriftlicher Form, will ich hier keines herausgreifen, aber sie zeigten mir, dass ich auf meinem Weg gar nicht so falsch unterwegs bin. Danke an euch!
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Nun bin ich längst wieder hier, zuhause. Und es ist anders. Klar. Die Freiheit, alleine und ohne Alltagsaufgaben einfach so hinaus in die Welt zu ziehen war schon etwas ganz Besonderes. Und es ist erstaunlich, wie ich das dreieinhalb Monate machen konnte, ohne dass etwas Gravierendes passierte oder eben nicht passierte. Wenn ich da jetzt so drüber schreibe, bringt es mich doch zum Nachdenken. Wovon kann ich mich hier lösen? Was ist wirklich so wichtig, dass es mich hier so stark beschäftigt? Da einen guten Weg zu finden, ist wohl noch eine lohnende Aufgabe.
Und damit bin ich auch wieder ganz hier. Ein letztes Bild, gemalt von einer jungen Schülerin in Augsburg, möchte ich zum Abschluss hier nochmal zeigen. Es hat mich damals schon sehr bewegt und das gilt heute noch genauso. Und man kann es auch einfach so für sich stehen lassen:

Ich wünsche uns allen, nicht nur in diesen Tagen vor Weihnachten, einen tiefen inneren Frieden. Und dass wir damit Mitgefühl, Vergebung, Liebe und Großzügigkeit gegenüber unseren Mitmenschen zeigen und auch empfangen können.
Mit einem Lächeln
und guten Wünschen für ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr!
Und dass jede/r ihre/seine Art einer „Pilgerwanderung“ finden möge!
Euer Roland
…..und so gebe ich deine guten Wünsche von ganzem Herzen zurück, lieber Roland!
Bon Camino für 2026 mit lieben Grüßen aus dem Schwarzwald
Angelika
Lieber Roland,
welch ein schöner Abschluss deines ereignisreichen Jahres! Wie schön, dass du heute – mit dem Abstand, den du jetzt hast – sagen kannst, dass du alles erreicht hast, was du dir von dieser Reise erhofft und gewünscht hast. Ich wünsche dir, dass dieser „Gemütszustand“ noch lange, lange anhält!
Euch beiden wünsche ich auch ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neues Jahr! Hoffen können wir alle, dass es nicht nur im Kleinen für jeden einzelnen, sondern auch im Großen in der Welt zu einem besseren Jahr werden wird, als das alte es in mancher Hinsicht für viele gewesen ist.
Einen schönen Weihnachtsgruß an euch beide und alle deine „Begleiter“!
Marlies
Lieber Roland,
behalte dir deine positiven Erlebnisse und deine Einstellung, dass es immer irgendwie weitergeht.
Du hast schon sovieles erleben müssen, was viele runtergezogen hätte und trotzdem, hast Du immer wieder an das Gute geglaubt. Das zeichnet dich aus und meinen allergrößten Respekt dir gegenüber.
Schöne Weihnachtszeit, kommt gut in das neue Jahr und bleibt gesund.
Michael
Lieber Roland, ich habe nur immer wieder punktuell dich auf deinem Weg begleitet und Dir nie eine Nachricht bzw. Kommentar geschrieben, aber immer beglückt gelesen und geschaut was du gerade geschrieben hattest und mich fast selbst auf dem Weg gefühlt. Danke für die wundervollen Bilder von Orten, an denen ich niemals war und deren Namen ich nur vom Hörensagen kannte.
… jetzt habe ich aufmerksam deinen Jahresrückblick gelesen und mich dabei gefragt, wann und wohin ich im kommenden Jahr wandern werde…?
eins ist klar, im Sommer mit Volker in den Sarek. Ich möchte das Rapperdalen sehen und mich freuen, dass ich leben darf !!( ich habe eine Palliative Krebsdiagnose).
aber das was du geschrieben hast, löst in mir die Frage aus: warum erst im Sommer..?
Danke auch dafür
Ich wünsche dir und deinen Lieben eine ruhige Weihnachtszeit und schöne Jahreswende.
Irene