Alpenüberquerung Tag 27, Sonntag, 3. September 2023 – ein letzter Aufstieg zum Ziel, der Seiser Alm in Südtirol

Eine letzte kurze Etappe noch, die 21. auf unserer Alpentour, knapp zwei Stunden und 667 Höhenmeter rauf zur Seiser Alm. Dann sind wir am Ziel.

Wir lassen es gemütlich angehen. Frühstücken können wir auf der Terrasse in der Sonne.

Erst nach dem zweiten Cappuccino bequemen wir uns ins Zimmer, packen die Rucksäcke und machen uns auf den Weg.

„Seiser Alm 2 Stunden“ steht auf dem Schild. Schneller ging´s mit der Seilbahn. Aber das geht gegen die Ehre am letzten Tag!

Am Haus „Roland“ vorbei geht´s …

… auf schmalem Weg durch den Wald nach oben.

Über eine Wiese und …

… noch eine Wiese …

… und auf gut angelegten Stufen steigen wir steil nach oben.

Und ich kann es kaum glauben. Diese letzte kleine Tour entwickelt sich zu einer der schwersten. Zumindest gefühlt macht sie mir zu schaffen. Es ist eben vieles eine Einstellungssache. Für mich waren wir gestern Abend irgendwie schon am Ziel. Die heutige kurze Etappe zählte schon nicht mehr. Und schwupps ist die Kraft weg.

Es ist vergleichbar mit dem Treppensteigen zu Hause. Wenn ich die Stufen von einer Etage zur nächsten hochgehe, fange ich an zu schnaufen. Da frage ich mich dann immer, wie ich in den Bergen bestehen will? Vier Etagen zuhause sind gerundet 10 Höhenmeter. Das heißt, 1.000 Höhenmeter entsprechen 100 mal 4, also 400 Etagen. Zuhause eine unvorstellbare Größe. Aber auf unserer Alpentour sind wir sie einige Male gegangen, zum Teil ja auch an einem Tag rauf und wieder runter.

Alles Einstellungssache!

Heute erreichen wir nach 667 Höhenmetern den Rand der Seiser Alm. Und es grüßen der Langkofel und der Plattkofel. Ein Panorama, das ich schon kenne und das ich mir wegen seiner Schönheit auch als Ziel unserer Alpenüberquerung ausgesucht habe.

Unser Hotel wartet auch schon auf uns. Es hat nicht den Charme eines alten Berghotels und erinnert mich eher an die Talstation einer Seilbahn. Aber es hat für mich die beste Lage in Bezug auf den Blick auf die beiden „Kofels“.

Wir checken ein und sind um kurz nach 13 Uhr am Ziel unserer Reise.

Nach 320 Kilometern an 21 Wandertagen und durchschnittlich 500 Höhenmetern rauf und wieder runter. Und mit Rucksäcken mit 11 bis 13 kg Gewicht.

Ein Selfie auf unserem Balkon mit den Langkofel und Plattkofel im Hintergrund.

Hier schon mal ein erstes Panoramabild. Aber da kommen noch beeindruckendere! Wir sind ja noch zwei volle Tage hier oben, zum Genießen.

Versprochen!

Und jetzt runter auf die Terrasse zu unserem Ziel-Schmutzbier: diesmal ein Holler und ein echtes Weizenbier.

Hier die anstrengende letzte kurze Wanderetappe.

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